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Schweiz Industrie

Wenn Forschung die Industrie voranbringt

30.10.2026
von SMA

Die Schweiz gehört zu den innovationsstärksten Ländern der Welt. Doch wissenschaftliche Exzellenz allein sichert noch keine Wettbewerbsfähigkeit. Entscheidend ist, ob es gelingt, neue Erkenntnisse in Technologien, Produkte und konkrete industrielle Anwendungen zu überführen.

PSI Luftaufnahme vom 24. April 2026

Am Paul Scherrer Institut PSI verstehen wir den Transfer in die Wirtschaft deshalb als zentrale Aufgabe. Dafür gibt es verschiedene Wege: von Industriekooperationen und Lizenzen über Spin-offs bis zum direkten Zugang zu unseren Grossforschungsanlagen.  Wie vielfältig diese Wege aussehen können, zeigen konkrete Beispiele: Gemeinsam entwickeln PSI und das Zürcher Start-up Metafuels die «aerobrew»-Technologie zur Herstellung von nachhaltigem Flugtreibstoff. Die Technologie wird heute in einer skalierbaren Demonstrationsanlage am PSI u. a. mit dem Ziel der Zertifizierung als Flugtreibstoff erprobt.

Eine weitere Form des Technologietransfers führt über Spin-offs. Araris Biotech entstand aus der Forschung am PSI und entwickelt eine Technologie für neuartige Krebstherapien. Das Beispiel zeigt, wie wissenschaftliche Erkenntnisse über eine Ausgründung den Weg in die kommerzielle Anwendung finden können. Gleichzeitig bringt das Technologietransferzentrum ANAXAM die Möglichkeiten der PSI-Grossforschungsanlagen direkt zu Schweizer Unternehmen.

Auch KMU erhalten so Zugang zu hochmodernen Analysemethoden, um Materialien zu untersuchen, Prozesse zu optimieren und Entwicklungszyklen zu verkürzen. Wenn die Schweiz ihre industrielle Wettbewerbsfähigkeit sichern will, muss sie deshalb nicht nur in Forschung investieren, sondern auch in Strukturen und Partnerschaften, die den Transfer von der Erkenntnis zur industriellen Umsetzung beschleunigen. Spitzenforschung allein schafft noch keine Innovation. Innovation entsteht dort, wo aus Wissen Anwendung wird.

Text Paul Scherrer Institut PSI

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